Sport der Bahn
Über Uns
Login
Silber für Deutschland, erstmals Frauen auf dem Court und ein Platz in den Geschichtsbüchern
Die 23. Tennismeisterschaft der USIC (Union Sportive Internationale des Cheminots) fand in Albena (Bulgarien) statt. Die internationalen Eisenbahner-Titelkämpfe werden bereits seit 1951 ausgetragen und brachten auch in diesem Jahr zahlreiche Nationen auf die Tennisanlage an der Schwarzmeerküste.
Für die deutschen Eisenbahner:innen wurde das Turnier zu einem historischen Erfolg: Erstmals in der Geschichte der USIC Tennismeisterschaften erreichte eine deutsche Mannschaft das Finale und gewann die Silbermedaille. Gleichzeitig nahmen erstmals seit der Premierenmeisterschaft 1951 Frauen für Deutschland an einer USIC-Tennismeisterschaft teil. Die Damenwettbewerbe wurden als Freundschaftsspiele außerhalb der offiziellen Wertung ausgetragen, während ausschließlich die Ergebnisse der Herren in die Turnierwertung einflossen.
Souveräner Gruppensieg
Die deutsche Mannschaft traf in der Vorrunde auf die Teams aus Bulgarien und der Schweiz.
Gegen die Gastgeber aus Bulgarien gelang ein überzeugender Auftakt. Die Herren setzten sich mit 3:1 durch, während die Damen ihre Begegnungen souverän mit 2:0 gewannen.

Wesentlich spannender verlief das Duell mit der Schweiz. Nach hart umkämpften Einzeln musste das Herrendoppel die Entscheidung bringen. In einem hochklassigen Match-Tie-Break lag das deutsche Duo Jean Duell und Sebastian Lehner lange Zeit zurück. Dann gelang die Wende: Beim Matchball verwandelten die Deutschen einen spektakulären Überkopf-Netzroller zum entscheidenden Punktgewinn. Damit stand ein knapper 3:2-Erfolg fest und Deutschland sicherte sich den Gruppensieg vor der Schweiz und Bulgarien.

Halbfinale gegen Tschechien
Im Halbfinale wartete mit Tschechien ein starker Gegner. Die deutschen Herren bestätigten ihre herausragende Form und gewannen erneut mit 3:1.
Bei den Damen entwickelte sich ebenfalls eine spannende Begegnung. Nach ausgeglichenen Einzeln fiel die Entscheidung im Doppel, das erst im Match-Tie-Break entschieden wurde. Trotz großem Kampfgeist mussten sich die Deutschen denkbar knapp mit 1:6 6:3 8:10 geschlagen geben und unterlagen insgesamt 1:2.
Dank des Erfolgs der Herren zog die deutsche Mannschaft dennoch geschlossen erstmals in ihrer USIC-Geschichte in das Finale ein.
Finale gegen die Profis aus Indien
Im Endspiel wartete mit Indien die stärkste Mannschaft des Turniers. Die indischen Spielerinnen und Spieler verfügen über internationale Profi-Erfahrung aus ATP- und WTA-Wettbewerben und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.
Trotz engagierter Leistungen musste sich das deutsche Team deutlich geschlagen geben. Besonders hervorzuheben sind jedoch die Auftritte von Rainer Buckl, der gegen seinen Gegner ein respektables 3:6, 0:6 erreichte, sowie Jean Duell, der mit 2:6, 4:6 mehrere umkämpfte Spiele für sich entscheiden konnte.
Auch Christine Stockmann zeigte gegen eine Gegnerin aus den Top 700 der WTA-Weltrangliste eine starke Leistung und erreichte ein beachtliches 1:6, 1:6.
Die VDES-Mannschaft 2026
Für die Deutsche Bahn gingen in Albena vom 11.9. bis 16.9.2026 an den Start:
· Rainer Buckl (InfraGo)
· Thomas Weischedel (DB Projekt Stuttgart-Ulm)
· Marcus Räbel (InfraGo)
· Sebastian Lehner (DB Regio)
· Jean Duell (DB Systel)
· Tanja Lehner (Angehörige)
· Christine Stockmann (DB Fernverkehr)
Mehr als nur ein sportlicher Erfolg
Die Freude über den historischen zweiten Platz war bei der Siegerehrung entsprechend groß. Stolz nahm die deutsche Mannschaft den Pokal für den Vizemeistertitel entgegen und feierte gemeinsam diesen besonderen Meilenstein in der Geschichte des internationalen Eisenbahnersports.
Doch nicht nur die sportlichen Leistungen machten die Woche in Albena zu einem unvergesslichen Erlebnis. Über alle Unternehmensbereiche hinweg entwickelte sich ein außergewöhnlicher Teamgeist. Auf und neben dem Tennisplatz unterstützten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig, tauschten Erfahrungen aus und wuchsen als Mannschaft eng zusammen.

Besonders wertvoll war auch der internationale Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bahngesellschaften. Die USIC-Meisterschaften haben einmal mehr gezeigt, dass der Sport Menschen verbindet und über Ländergrenzen hinweg Brücken schlägt. Trotz aller sportlichen Konkurrenz standen Fairness, Kameradschaft und die gemeinsame Leidenschaft für die Eisenbahn im Mittelpunkt des Turniers. Genau dieser Gedanke macht die USIC seit Jahrzehnten zu etwas Besonderem: Die Verbundenheit der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner wird auf dem Sportplatz erlebbar und schafft Kontakte und Freundschaften, die weit über das Turnier hinaus Bestand haben.

Mit der Silbermedaille, der erstmaligen Teilnahme von Frauen und vielen wertvollen Begegnungen bleibt die 23. USIC Tennismeisterschaft in Albena für das VDES-Tennis-Team in jeder Hinsicht ein historisches Ereignis.
Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team zu diesem außergewöhnlichen Erfolg!

